Stellungnahme zur Berichterstattung über Datenmissbrauch
Laut eines NDR-Beitrages sollen in einem Call-Center südlich von Hamburg tausende Verbraucher-Angaben von früheren Auftraggebern illegal weiter genutzt worden sein. Dabei soll es sich laut NDR Info um Adressen, persönliche Angaben und Bankverbindungen von Personen gehandelt haben, die unter anderem Kunden der NKL Nordwestdeutsche Klassenlotterie waren.
Die NKL als Unternehmen unterhält keinen eigenen Datenbestand ihrer Spielteilnehmer und hat niemals Kundendaten an Dritte weitergegeben. Die NKL-Lose werden über staatlich zugelassene Lotterie-Einnahmen vermittelt, die auch die Beratung und Betreuung der Spielteilnehmer übernehmen. Bis zum Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages am 1. Januar 2008 wurden für den Vertrieb der NKL-Lose unter anderem auch Kunden angerufen. Dafür wurden durch die Lotterie-Einnahmen auch externe Call-Center beauftragt. Sowohl die Lotterie-Einnehmer als auch die beauftragten Call-Center waren vertraglich zum Einhalten sehr strenger Qualitätsrichtlinien verpflichtet, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. In diesen war auch festgelegt, dass keinerlei Kundendaten weiter verwendet werden dürfen und die Daten gegen unbefugten Zugriff gesichert werden müssen.
Die NKL stellt Strafanzeige wegen Datenmissbrauchs
Die NKL hat am 19.8.2008 Strafanzeige wegen Datenmissbrauchs bei der Staatsanwaltschaft in Hamburg gestellt und ihre umfassende Unterstützung zugesichert.
„Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen: Auch wenn die NKL selbst nie Kundendaten weitergegeben hat, ist es uns sehr wichtig, aktiv zur Aufklärung des Sachverhaltes beizutragen. Datenmissbrauch unserer Kunden werden wir in keiner Weise dulden“, so Günther Schneider, Sprecher des Vorstandes der NKL.

